Lichtvoller Samichlaus-Einzug

Der Samichlaus-Einzug in Hergiswil wird seit einigen Jahren von der Schule und der Chlausgesellschaft organisiert. Am letzten Freitagabend stellten sich die Kindergärtner und Primarschulklassen vom Dorf und Hübeli auf der Unterskapfstrasse beim Steinacher zum Einzug auf. Geislenchlöpfer und die mit einem Sennechutteli und einer roten Zipfelmütze ausgerüsteten Mannen mit ihren schweren Trychlen führten den Zug lautstark an. Es folgten die Kindergärtner und Primarschulklassen mit ihren farbenfrohen, selbstgemachten Laternen oder mit Schellen und Trychlen. Mittendrin, begleitet von Huttenträgern und vier Eseln von Monika und Gabriel Wey, schritt würdevoll der Samichlaus durchs dunkle Dorf, denn die Strassenbeleuchtung wurde ausgeschaltet.

Chlaus-Einzug

Mit Schellen und Trychlen durchs Dorf.

Bild Peter Helfenstein

Alle waren froh, in der Nähe der Kirche zu sein, denn nach langer Zeit setzte der eigentlich lang ersehnte Regen ein. Unter brausenden Orgelklängen zogen die Kinder und der Samichlaus in die Pfarrkirche ein. In der fast vollbesetzten Kirche begrüsste Pfarreiratspräsident Daniel Schmidiger den Samichlaus und alle Anwesenden. Er erzählte die Geschichte «Die kleine Linda und der Nikolaus». Dieses Mädchen wünschte vom Samichlaus einen Lebkuchen. Weil es aber dauernd vergass, alle Schulsachen mit nach Hause zu nehmen, erhielt es vom Samichlaus statt Lebkuchen ein Buch, ein Heft, ein Schreibzeug, das Etui oder einen Turnschuh. Natürlich war es enttäuscht, aber an Weihnachten lag vor der Türe ein Sack vom Samichlaus mit dem gewünschten Lebkuchen drin.
Sowohl die grösseren als auch die kleineren Kinder trugen dem Samichlaus je ein Lied vor. Und was wäre der Samichlaus ohne die Bescherung? Die Lehrinnen durften beim Samichlaus einen Sack abholen, in dem es für jedes Kind einen Lebkuchen hatte. Mit einem Gebet entliess Daniel Schmidiger den Samichlaus und wünschte ihm bei den Besuchen in den Familien alles Gute. phe.