Am 20. Februar durfte Maria Koch-Wigger ihren 90. Geburtstag feiern. Zu diesem Anlass überbrachte ihr eine Delegation des Gemeinderates mit Gemeindeschreiber Matthias Kunz die Glückwünsche der Gemeinde. Die Jubilarin wurde herzlich beglückwünscht, erhielt Geschenke und die besten Wünsche für die Zukunft.
Peter Helfenstein
Maria Koch-Wigger wurde am 20. Februar 1936 in Nebikon als ältestes von drei Kindern geboren. Nach der obligatorischen Schulzeit absolvierte sie in Reiden eine Lehre als Damenschneiderin. Den täglichen Arbeitsweg legte sie bei jedem Wetter viermal zurück – nur samstags durfte sie bei ihrer Ausbildnerin im Betrieb zu Mittag essen.
Von der Stadt wieder aufs Land
1958 heiratete sie den Chauffeur Toni Koch. In den Jahren 1959, 1960, 1962 und 1965 kamen vier Kinder zur Welt. Beruflich führte der Weg der Familie nach Luzern, wo Maria Koch dem Bireggquartier bis ins Jahr 2000 treu blieb. Nachdem die Kinder erwachsen waren, engagierte sie sich in der Pfarrei St. Michael als sogenannte SOS-Frau. Über Jahre hinweg unterstützte sie Menschen im Haushalt und erledigte den Wochenkehr. Ihr Langhaardackel Toby begleitete sie 14 Jahre lang auf vielen Spaziergängen. Der frühe Tod ihres Ehemannes kurz nach der Pensionierung stellte einen schweren Einschnitt dar. Durch die Heirat ihrer Tochter Marianne zog sie nach Hergiswil.

Von links: Gemeindeschreiber Matthias Kunz, Jubilarin Maria Koch, Gemeinderat Markus Kunz und Gemeindepräsident Flurin Burkhalter.
Bild Peter Helfenstein
Gelebte Fürsorge über Generationen hinweg
Trotz der Schicksalsschläge blieb Maria Koch eine engagierte Grossmutter. Sie unterstützte ihre Tochter, wo immer sie konnte, hütete die Enkelkinder, kochte für die Familie und verfolgte interessiert das Aufwachsen von Isabel und Tina. Flick- und Näharbeiten erledigte sie stets sorgfältig und rasch, in den letzten Jahren strickte sie gerne Socken für die Familie. Auch die Pflege der Verwandtschaftsbeziehungen und gemeinsame Ausflüge lagen ihr am Herzen. Mehrere Stürze sowie ein Hirnschlag, der zur Erblindung des linken Auges führte, machten schliesslich eine intensivere Betreuung im St. Johann notwendig.